Tarifstreit im Bau

Schlichtungsrunde beginnt Dienstag

Die Schlichtung im Tarifstreit für die rund 950 000 Beschäftigten im deutschen Bauhauptgewerbe beginnt am Dienstag früh in Berlin. Den unparteiischen Vorsitz der Schlichtungskommission hat der CDU-Politiker Heiner Geissler. Dieser hatte bereits 1999 in Westdeutschland und im Jahr 2000 in Ostdeutschland erfolgreich für die Branche geschlichtet.

Die Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe waren Anfang Mai ergebnislos abgebrochen worden. Die Arbeitgeber hatten bis dahin kein Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent sowie einen gleichen Mindestlohn in Ost und West. Die Arbeitgeber hatten die Tarifrunde an die Verhandlungen um eine Modernisierung des Rahmentarifvertrags geknüpft.

Der Vorstand der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) will für den Fall des Scheiterns der Schlichtung über die Einleitung der Urabstimmung bei den tarifungebundenen Unternehmen beraten. Sollte es zu einem Arbeitskampf in der Baubranche kommen, wäre das der erste flächendeckende Streik im Bauhauptgewerbe seit Kriegsende.

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