Korruption
Deutschland bei Schmiergeldzahlungen im internationalen Mittelfeld
Die neue Studie liesse keinen Zweifel daran, dass viele multinationale Unternehmen auch der reichsten Staaten kriminelle Wege gingen, um Verträge auf den Märkten der wichtigsten Schwellenländer abzuschließen, sagte Eigen. Politiker und Amtsträger der führenden Industriestaaten ignorierten nicht nur die schwarzen Schafe in ihren eigenen Reihen, sondern auch die kriminellen Bestechungshandlungen der multinationalen Firmen, die ihren Hauptsitz in Industriestaaten hätten.
Die Studie basiert auf Umfragen, die bei 835 Geschäftsexperten in 15 Schwellenländern durchgeführt wurden. Dem aktuellen Index zufolge weisen US-amerikanische multinationale Unternehmen eine hohe Bereitschaft zur Bestechung ausländischer Regierungsfunktionäre auf, obwohl diese Firmen eine strafrechtliche Verfolgung riskieren. Der US-amerikanische Wert auf der BPI-Skala beträgt 5.3 von den erreichbaren 10. Dies entspricht dem Ergebnis Japans und liegt unter den Werten der Unternehmen aus Frankreich (5.5), Spanien (5.8), Deutschland (6.3), Singapur (6.3) und Großbritannien (6.9). Am besten schnitten Unternehmen aus Australien ab (8.5), gefolgt von Schweden (8.4) und der Schweiz (8.4).
Der Index zeigt zudem, dass die gravierendste Korruption durch ausländische Firmen in der öffentlichen Infrastruktur/Bauwirtschaft (1.3) und der Waffen-/Rüstungsindustrie (1.9) beobachtet wird. Laut Transparency International sind bei Rüstungsgeschäften zweistellige Milliardenbeträge in Dollar von ausländischer Bestechung betroffen.
Einbezogen in die BPI-Umfrage waren Argentinien, Brasilien, Indien, Indonesien, Kolumbien, Marokko, Mexiko, Nigeria, Philippinen, Polen, Russland, Südafrika, Südkorea, Thailand und Ungarn. Diese gelten unter den Schwellenländern als die wichtigsten Handelspartner multinationaler Unternehmen.
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Am 14. Mai. 2002 unter:
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