Kinderrechte

terre des hommes fordert bessere Gesetze gegen Kinderhandel

Das Kinderhilfswerk terre des hommes drängt die Bundesregierung, sich stärker für die Bekämpfung des Kinderhandels zu engagieren. terre des hommes will deshalb am Freitag Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (SPD) eine Liste mit 27 000 Unterschriften überreichen. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, die Bestimmungen der UN-Kinderrechtskonvention überall auf der Welt zu verwirklichen und Kinder besser vor Ausbeutung, Missbrauch und Handel zu schützen.

Jährlich würden mehrere hunderttausend Kinder weltweit Opfer von Kinderhändlern, betont das Kinderhilfswerk zur Begründung. Die Kinder würden verkauft und als Arbeitssklaven, Prostituierte, Bettler oder zum Zweck kommerzieller Adoption ausgebeutet. Der internationale Kinderhandel mache auch vor den deutschen Grenzen nicht Halt. Die Situation in Deutschland und gesetzlichen Änderungsbedarf will die Vorsitzende von terre des hommes Deutschland, Petra Boxler, am Freitag in Berlin auf einer Pressekonferenz aufzeigen.

Die Bundesrepublik steht seit langem in der Kritik, weil sie die Kinderrechtskonvention nur unter Vorbehalt ratifiziert hat. Minderjährige Flüchtlinge werden schon ab einem Alter von 16 Jahren asyl- und ausländerrechtlich wie Erwachsene behandelt.

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