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Kampagne fordert von Schröder Einsatz für Verbot von Landminen

Waffen

Der Deutsche Initiativkreis für das Verbot von Landminen fordert einen verstärkten Einsatz Deutschlands für ein umfassendes Verbot aller Landminen. Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joschka Fischer sollten sich hierfür auf dem G8-Gipfel im kanadischen Kananaskis am 26. und 27 Juni einsetzen, so der Initativkreis.

Landminen seien brutale und unterschiedslos wirkende Waffen, die jährlich bis zu 24 000 Opfer weltweit forderten, schreiben die Initiatoren. Sie bitten darum, beim G8-Gipfel vor allem die Minenpolitik der USA und Russlands zu thematisieren. Beide Länder haben das Ottawa-Abkommen nicht unterzeichnet, dass das Verbot von Antipersonenminen vorschreibt.

In Russland seien nach Angaben des UN-Kinderhilfswerkes in den beiden Tschetschenienkriegen seit 1997 zwischen 7000 und 10 000 Menschen Landminen zum Opfer gefallen, darunter rund 4000 Kinder. Zudem ist der Initiativkreis über die anhaltende Produktion und Lagerung von Landminen in Russland besorgt. Die USA wolle Berichten zufolge die derzeit gültige politische Vorgabe aufgeben, bis 2006 dem Ottawa-Übereinkommen beizutreten, schreiben die Unterzeichner des Briefes.

Schröder und Fischer sollen nach dem Willen des Initiativkreises auch darauf drängen, dass sämtliche Minen inklusive Antifahrzeugminen, die von Personen ausgelöst werden können, unter das Ottawa-Abkommen fallen.

Dem Initiativkreis gehören siebzehn deutsche Hilfsorganisationen an. Der Initiativkreis ist Teil der Internationalen Kampagne für das Verbot von Landminen (ICBL). Das Netzwerk von mehr als 1400 Organisationen in über 90 Ländern wurde 1997 mit dem Friedensnobelpreis geehrt.

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