Aktion gegen Ölmulti
Esso soll sich Klima-Verantwortung stellen
"Ob unter dem Namen Exxon, Esso oder Mobil - diese Ölgesellschaft zerstört die Umwelt ohne Rücksicht auf Verluste und sabotiert den Klimaschutz", sagte Greenpeace-Energieexperte Karsten Smid. So werde durch die Erdölgewinnung auf der russischen Insel Sakhalin der Lebensraum der letzten Grauwale bedroht, in Kamerun werde für eine Ölpipeline eine Schneise durch den Urwald geschlagen. ExxonMobil untergrabe zudem systematisch alle Anstrengungen, die Klimaerwärmung in den Griff zu bekommen. Die Lobbyarbeit des Multis trage maßgeblich dazu bei, dass die Bush-Regierung das Kyoto-Protokoll nicht ratifiziert. Exxons Einfluss reiche sogar soweit, dass der renommierte Klimawissenschaftler Dr. Robert Watson seinen Vorsitz beim internationalen Klimagremium (IPCC) verlor.
"10 Jahre nach Rio geht der rücksichtslose Raubbau an unseren Rohstoffen ungebremst weiter", konstatiert Smid. "Wir erwarten vom Treffen der internationalen Staatengemeinschaft in Johannesburg, dass den global operierenden Ölmultis mit strikten Regeln ein Riegel vorgeschoben wird. Diese Konzerne müssen ökologische und soziale Verantwortung übernehmen, in erneuerbare Energien investieren und sich eindeutig zum Klimaschutz bekennen."
Greenpeace-Kampagnen gegen ExxonMobil laufen zur Zeit weltweit in den USA, Kanada, England und Australien. Erst letzte Woche hatte Greenpeace eine Raffinerie in Frankreich für über 12 Stunden blockiert. ExxonMobil ist weltweit der größte Konzern. Allein im letzten Jahr machte der Ölmulti mit seinen Geschäften einen Umsatz von 213 Milliarden Dollar.
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Am 29. Mai. 2002 unter:
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« Europaabgeordnete zerstören 10.000 Vogelfallen
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