Jüdisches Museum seit 2001 geöffnet

Neugründung nach Jahrzehnten

Der Eröffnung des Jüdischen Museums Berlin im September 2001 gingen jahrzehntelange Bemühungen um ein solches Haus voraus. Die Idee der Neugründung eines Jüdischen Museums war zum 300. Jahrestag der Jüdischen Gemeinde zu Berlin im Jahr 1971 erstmals deutlich formuliert worden. Damals kam der Wunsch auf, an das 1933, kurz vor der Machtübernahme Hitlers, eröffnete Museum anzuknüpfen. Dieses Museum in der Oranienburger Straße war 1938 geschlossen worden, die Bestände wurden von der Gestapo konfisziert.

1975 wurde die "Gesellschaft für ein Jüdisches Museum Berlin" als Förderverein gegründet, dem auch viele aus Berlin emigrierte Juden angehören. 1978 zeigte das Berlin Museum erstmals Neuerwerbungen für das künftige Jüdische Museum. 1983 folgte eine Ausstellung über Synagogen in Berlin. Weitere Ausstellungen im Martin-Gropius-Bau schlossen sich an.

1988 wurde ein Architekturwettbewerb für einen Erweiterungsbau des Berlin Museums ausgeschrieben. 1989 ging Daniel Libeskind als Sieger unter 165 Wettbewerbsteilnehmern hervor. Der Grundstein für den Bau wurde 1992 gelegt, das Richtfest 1995 gefeiert. 1998 war der Bau fertiggestellt. Rund 350 000 Besucher nahmen das leere Gebäude in Augenschein.

1997 wurde W. Michael Blumenthal Direktor des Jüdischen Museums. Am 1. Januar 1999 erhielt das Museum den autonomen Status als Stiftung des öffentlichen Rechts. Kurz vor der Eröffnung am 9. September 2001 erfolgte die rechtliche Überführung des Museums vom Land Berlin zum Bund.

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