Neues Förderprogramm für Jugendliche

"Beschäftigungsbrücke Ost" soll Fachkräftemangel im Osten verhindern

Die Bundesregierung will mit einem neuen Programm für Jugendliche dem drohenden Fachkräftemangel in den neuen Bundesländern entgegenwirken. Junge Arbeitslose sollen dabei auf Teilzeitarbeitsplätze vermittelt werden, die ein älterer Arbeitnehmer aufgrund von Altersteilzeit frei macht, sagte Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) am Donnerstag in Berlin. Als Anreiz erhalten sie maximal drei Jahre lang eine Aufstockung ihres Teilzeitlohns um 20 Prozent, die durch Umschichtungen innerhalb des Jugendsofortprogramms "Jump" finanziert werden soll. Die so genannte "Beschäftigungsbrücke Ost" tritt zum 1. Juli in Kraft.

Riester betonte, ein weiterer Anreiz für die jungen Arbeitnehmer liege in der Qualifizierung, die sie durch die Eingliederung in die Stelle erhielten. Das Arbeitsministerium wolle durch diese Jugendteilzeithilfe die Abwanderung von Jugendlichen aus Ostdeutschland stoppen. Er hoffe auf großes Interesse der Betriebe, da ihnen in wenigen Jahren ein Mangel an Facharbeitern ins Haus stehen werde. Ab 2005 gehe in Ostdeutschland ein großer Teil der Beschäftigten in Rente. Zudem sinke ab 2006 die Zahl der Jugendlichen, die ins Erwerbsleben eintreten, infolge des Geburtenrückgangs um fast ein Drittel.

Das Angebot können Jugendliche bis Ende 2003 wahrnehmen. Das Programm läuft dann zwei Jahre und kann um ein Jahr verlängert werden. Außer in Ostdeutschland wird die Jugendteilzeithilfe auch in westdeutschen Arbeitsamtbezirken mit überdurchschnittlich hoher Jugendarbeitslosigkeit angeboten.

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