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Weiterer Arbeitsplatzabbau im Handwerk

Keine Konjunkturbelebung

Das deutsche Handwerk leidet weiter unter der schwachen Konjunktur und rechnet mit einem stärkeren Arbeitsplatzabbau als erwartet. Der Abschwung habe sich im ersten Quartal "auf breiter Front verstärkt", heißt es in dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Konjunkturbericht des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Sowohl in West- als auch in Ostdeutschland seien die Geschäftslagebeurteilungen der Betriebe in einem ersten Quartal auf den tiefsten Stand seit Aufnahme der bundesweiten Konjunkturberichterstattung im Jahr 1992 gefallen.

ZDH-Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer sagte, dieses Jahr rechne das Handwerk "allenfalls mit einer schwarzen Null" beim Branchenwachstum. Man müsse schon äußerst zuversichtlich sein, um überhaupt an ein Erreichen dieses in der vorausgegangenen Prognose genannten Ziels zu glauben. Schleyer ging unter Verweis auf die aktuellen Konjunkturprognosen davon aus, dass es im zweiten Halbjahr in der deutschen Wirtschaft zu einem "gewissen Aufschwung" kommen werde. Da dieser aber vor allem von den Exporten geprägt sei, werde das stark binnenmarktorientierte Handwerk hiervon nur in geringem Umfang profitieren.

Die Beschäftigtenzahl im Handwerk dürfte nach der Erwartung des ZDH um deutlich mehr als die zuvor erwarteten 60.000 Personen abnehmen. Allerdings werde der Arbeitsplatzabbau "sicher weniger als 100.000" Beschäftigte betreffen, prognostizierte Schleyer.

Charakteristisch für das erste Quartal sind laut ZDH vor allem zwei Entwicklungen: Zum einen habe sich die Konjunkturentwicklung im westdeutschen Handwerk relativ stärker abgekühlt als im Osten. Dadurch nähere sich das westdeutsche Handwerk der seit Jahren schlechteren Geschäftsentwicklung in den neuen Ländern an. Zum anderen seien nunmehr alle Handwerksgruppen von dem Abschwung erfasst.

Bei ihrer Geschäftslagebeurteilung berichteten laut der ZDH-Umfrage nur noch 58 Prozent der westdeutschen Betriebe über unveränderte oder bessere Geschäfte gegenüber 67 Prozent vor Jahresfrist. In Ostdeutschland gaben 52 Prozent der Betriebe nach 55 Prozent im Vorjahr eine zumindest unveränderte Geschäftslage zu Protokoll. 33 Prozent der west- und 40 Prozent der ostdeutschen Handwerksbetriebe rechnen mit weiter rückläufigen Geschäften in den kommenden Monaten.

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