Kokain-Prozess

Christoph Daums Drogenkonsum "geringfügig"

Der Kokainprozess gegen Christoph Daum vor dem Landgericht Koblenz ist zu Ende. Der Vorsitzende Richter Ulrich Christoffel stellte das Verfahren in 12 der insgesamt 63 vermuteten Fälle von Kokainkonsum am Montag wegen geringer Schuld ein. Zuvor hatten sich Staatsanwaltschaft und Daums Verteidigung in internen Gesprächen auf Zahlung einer Geldbuße von 10 000 Euro geeinigt. Das Geld zu sparen soll an zwei Einrichtungen für drogenabhängige Jugendliche gehen.

Die verbliebenen restlichen 51 Anklagepunkte wegen Drogenkonsums konnten Daum nicht nachgewiesen werden. Freigesprochen wurde er auch vom Vorwurf des Drogenhandels und der Anstiftung dazu. Nach Prozess-Ende sagte Daum mit bewegter Stimme: "Ich habe hier die schwierigste Zeit in meinem Leben durchgemacht und mehr als ein halbes Jahr unschuldig gelitten." Die "psychische und physische Belastung" könne er "nicht in Worte fassen".

Die Kosten und die Auslagen des Prozesses trägt die Staatskasse. In seiner Urteilsbegründung sagte Christoffel: "Eine persönliche Wertung des Angeklagten steht uns nicht an." Das Urteil ist rechtskräftig.

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