Gasmarkt

RWE expandiert nach Tschechien und wird Nummer vier in Europa

Die RWE Gas AG, Dortmund, hat am Montag von der Kartellbehörde der Tschechischen Republik die Genehmigung zum Erwerb von 97% der Anteile am Gasversorgungsunternehmen Transgas sowie zwischen rund 46 und 58% der Anteile an den acht regionalen Gasversorgungsunternehmen des Landes erhalten. Die Genehmigung wurde unter Auflagen erteilt, die im wesentlichen eine Minderheitsbeteiligung der Transgas und die Aktivitäten im Wärmegeschäft betreffen.

Der Angebotspreis für die Anteile an der Transgas und den Regionalgesellschaften lag bei 4,1 Mrd. Euro. Die entsprechenden Vertragsunterzeichnungen fanden bereits Ende Januar in Prag statt. Dr. Manfred Scholle, Vorstandsvorsitzender der RWE Gas AG: "Mit der Akquisition von Transgas und den Regionalversorgern erweitert RWE Gas ihre Kundenbasis auf 4,4 Millionen Endkunden und nimmt damit Rang vier in Europa ein. Damit ist RWE Gas auf die Herausforderungen des Wettbewerbs im liberalisierten europäischen Erdgasmarkt ausgezeichnet vorbereitet."

Mit 94.000 km Leitungslänge wird RWE Gas zweitgrößter Pipelinebetreiber im westeuropäischen Erdgastransitgeschäft. Die jährliche Gasabgabe steigt auf rd. 380 Mrd. kWh, damit rangiert RWE Gas unter den ersten fünf integrierten europäischen Gasunternehmen. Mit einem Wachstum von 4% jährlich zählt Tschechien zu den dynamischsten regionalen Erdgasmärkten Europas. RWE erwartet Kosten- und Umsatzsynergien von 100 Mio. Euro pro Jahr, welche in vollem Umfang bis 2007 erzielt werden sollen. Der Gesamtwert der geschätzten Synergien beläuft sich auf rund 20% des Angebotspreises.

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