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BUND-Studie belegt Trend zur Massentierhaltung

Landwirtschaft

Die deutsche Landwirtschaft setzt trotz proklamierter Agrarwende weiter auf die Massentierhaltung. Das belegt eine aktuelle Untersuchung des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland in acht Bundesländern, die heute in Berlin vorgestellt wurde. Danach liegen vor allem in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen zahlenmäßig große Planungen zur Massentierhaltung vor.

BUND habe jene Bundesländer untersucht, die auch schon in der Vergangenheit bezüglich der Massentierhaltung negativ aufgefallen waren. Der Trend zu Agrarfabriken sei ungebrochen. Die größten Zuwachsraten gebe es bei Mastanlagen für Enten, Hähnchen und Puten. Bei Schweinen und Legehennen gebe es ebenfalls Zuwächse. Eine Abkehr vom Leitbild der industriellen Tierhaltung sei nicht erkennbar.

Die beantragten Tierplätze bei Masthähnchen beziehen sich in den untersuchten acht Bundesländern zu 99 Prozent und bei Enten zu 80 Prozent auf Anlagen mit mehr als 30000 Tieren, bei Legehennen zu 92 Prozent und bei Puten zu 61 Prozent auf Anlagen über 15000 Tiere, bei Schweinen zu 57 Prozent auf Großstallungen ab 750 Tiere aufwärts. Die Risiken und Nebenwirkungen des massiven Ausbaus der Tierhaltung in Deutschland seien bekannt, so BUND-Agrarexpertin Heike Moldenhauer. Die Tiere würden auf engstem Raum unter unwürdigen Bedingungen gehalten und mit Antibiotikazusätzen gefüttert.

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