Konfrontationskurs
IG Metall will auch in Berlin und Brandenburg streiken
Am Mittwoch waren in Baden-Württemberg vor allem mittelständische Betriebe vom Arbeitskampf betroffen. Nach Angaben der IG-Metall-Bezirksleitung ließen rund 16 000 Metaller in 33 Betrieben im Südwesten die Arbeit ruhen. Seit Beginn der Streiks haben sich damit in Baden-Württemberg über 95 000 Beschäftigte an Arbeitsniederlegungen beteiligt. Die IG Metall fordert weiterhin eine Entgelterhöhung im Gesamtvolumen von 6,5 Prozent. Die Arbeitgeber hatten zuletzt 3,3 Prozent sowie eine Einmalzahlung geboten. Ohne neues Tarifangebot der Arbeitgeber will die Gewerkschaft vorerst nicht zurück an den Verhandlungstisch.
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt warnte in der "Financial Times Deutschland" erneut vor den Folgen des Streiks. Er betonte: "Es ist jetzt schon sicher, dass der Streik in Baden-Württemberg Arbeitsplätze kosten wird." Je länger der Arbeitskampf dauere, desto mehr Aufträge gingen an ausländische Wettbewerber verloren. Kannegiesser verwies darauf, dass die Produktion der Metall- und Elektroindustrie im März gegenüber Februar erneut um drei Prozent gesunken sei. "Von dem versprochenen Frühjahrsaufschwung ist in unserer Branche keine Spur zu entdecken", sagte der Gesamtmetall-Präsident in Köln.
Dessen ungeachtet kündigte die IG Metall an, sie werde die Streiks in Baden-Württemberg fortsetzen. Insgesamt sind am Freitag im Südwesten elf Betriebe mit rund 3500 Beschäftigten zu Streikaktionen aufgerufen. Unter anderem soll auch die König Metall KG von Südwestmetall-Verhandlungsführer Otmar Zwiebelhofer in Gaggenau bestreikt werden.
Wie schon in Baden-Württemberg plant die Gewerkschaft auch in Berlin und Brandenburg für die einzelnen Betriebe jeweils auf einen Tag befristete Streiks. Insgesamt werden der IG Metall zufolge 10 000 Gewerkschaftsmitglieder in 25 Betrieben zum Arbeitskampf aufgerufen. Die Metaller in Berlin und Brandenburg hatten sich Ende April ebenso wie ihre Kollegen aus Baden-Württemberg in einer Urabstimmung mit großer Mehrheit für Streiks ausgesprochen. Nach Informationen der "WAZ" (Donnerstagausgabe) belastet jeder Streiktag die Kassen der IG Metall mit sechs Millionen Euro. Die Einbeziehung von Berlin und Brandenburg lasse die Kosten weiter steigen, sagte ein Gewerkschaftssprecher der Zeitung.
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Am 08. Mai. 2002 unter:
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« Verpackungsverordnung soll wieder mal geändert werden
Das Schweigen der Zeugen »

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