WSSD-Weltgipfel Vorbereitung in Bali
Enttäuschung und Unzufriedenheit bei WWF und BDKJ
Nach Einschätzung der Naturschützer haben die Interessenskonflikte zwischen den verschieden Ländern einen Fortschritt verhindert. "Visionen für das 21. Jahrhunders: Fehlanzeige!" faßt Gipfelbeobachterin Ulrike Hellmessen vom WWF Deutschland die Konferenz zusammen. Tragfähige Lösungen zur Überwindung der Armut seien ebenso wenig präsentiert worden wie Antworten auf die ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen.
Weiterhin bemängelt der BDKJ, dass die Forderung der Entschuldung der ärmsten Länder als einen wesentlichen Beitrag zur Armutsbekämpfung wie auf dem G8-Gipfel 1999 in Köln beschlossen, bisher nicht ausreichend konkretisiert wurde. Ein richtiger Schritt sei das Aktionsprogramm vom Internationalen Währungsfonds und der Weltbank, das die Einführung eines internationalen Insolvenzverfahrens vorsieht. "Danach soll aber die Regelung des Schiedsverfahrens weiterhin den Gläubigerstaaten unterliegen, anstatt einer neutralen Instanz. Ohne diese ist ein faires und gerechtes Schiedsverfahren undenkbar," gibt BDKJ-Bundespräses, Rolf-Peter Cremer, zu bedenken. Der BDKJ ist Dachverband von 18 katholischen Kinder- und Jugendverbänden mit rund 650.000 Mitgliedern. Er vertritt ihre politischen, sozialen und kirchlichen Interessen.
Der WWF kritisiert insbesondere die USA , Australien und Kanada. "Mit ihrer Betonstrategie haben sie jedes konkrete Ergebnis systematisch verhindert." Der WWF fordert die Industriestaaten auf, ihre Position in den nächsten Wochen zu überdenken. Die Gipfel müsse zur Chefsache gemacht werden. Man brauche konkrete Ziele und verbindliche Abkommen zu den drängenden Zukunftsfragen. Dazu gehöre der Zugang zu sauberem Wasser ebenso wie die umweltverträgliche Bereitstellung von Energie.
Die Umweltschützer haben die Hoffnungen dennoch noch nicht völlig begraben. Aber wenn die Konferenz in Johannesburg noch ein Erfolg werden solle, müssen die USA ihre Blockadepolitik aufgeben. Es sei Aufgabe der EU, Führungsstärke zu beweisen und zum Beispiel beim Abau umweltschädlicher Subventionen voranzugehen.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Kleinwaffen sind kein Spielzeug
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
