Futtermittel

Nitrofen-Sklandal erreicht konventionelle Landwirtschaft

Der Nitrofen-Skandal hat jetzt auch die konventionelle Landwirtschaft erreicht. Nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums vom Mittwoch lieferte im vergangenen Jahr ein in Umstellung auf ökologischen Landbau befindliches Unternehmen 72 Tonnen belasteten Weizens an einen Futtermittelbetrieb. Dieser Weizen, der nach Angaben des Parlamentarischen Verbraucherschutz-Staatssekretärs Matthias Berninger eine erhöhte Belastung von 0,346 Milligramm Nitrofen pro Kilogramm enthielt, sei zu konventionellem Tierfutter verarbeitet worden. Bislang wurde Nitrofen nur in Bio-Futter nachgewiesen.

Berninger betonte im Bundestag, auch der neue Fund stamme aus dem Getreidelager im mecklenburgischen Malchin. Die Quelle Malchin sei eindeutig, andere Herkunftsorte von Getreide mit dem krebserregenden Nitrofen seien nicht festgestellt worden. Zugleich versprach Berninger weitere Aufklärung, da Malchin, das zu DDR-Zeiten zentrales Lager für Pflanzenschutzmittel der drei Nordbezirke war, bereits seit 1995 als Getreidelager genutzt worden sei. Allein 1999 waren es den Angaben zufolge 1500 Tonnen. Das Ministerium gehe davon aus, dass auch hier Belastungen möglich gewesen seien.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!