EU-Gipfel in Sevilla vom 20.-22. Juni
Attac mobilisiert Proteste
Auf dem parallel stattfindenden Gegengipfel werden zehntausende Teilnehmer aus vielen Ländern erwartet, um in Workshops, Gesprächsgruppen und Foren die Möglichkeiten einer anderen Welt, eines anderen Europas zu diskutieren. Während der EU-Gipfel vor allem die weitere Deregulierung der Finanzmärkte und Flexibilisierung der Arbeitsmärkte zum Thema hat und dabei auch den Kampf gegen den Terrorismus bemüht, werden Teilnehmer des Sozialforums über eine andere Gestaltung des europäischen Einigungsprojekts und für ein solidarisches Europa diskutieren.
Attac will mit den Protesten auf die Gefahren weiterer - im Rahmen von WTO-Verhandlungen (Welthandelsorganisation, Stichwort GATS) - verabredeten Privatisierungen in den Bereichen Bildung und Gesundheit und auf die Rolle der EU in diesem Prozess aufmerksam machen. Die europäische Integration stehe am Scheideweg: Wird Europa zu einem Binnenmarkt der Konzerne mit immer höherer Konkurrenz und immer schärferem Wettbewerbscharakter? Oder wird Europa zu einem politischen Raum, der von sozialen, ökologischen, demokratischen Ideen getragen wird?
In weit über 50 Städten haben bereits am Sonnabend Attac-Gruppen bundesweit Aktionen für ein umfassendes Gesundheitssystem für alle durchgeführt. "Gesundheit darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Es geht nicht an, dass sich die einkommensstärksten Bevölkerungsgruppen einfach aus der Solidarität verabschieden können. Deshalb fordert Attac eine deutliche Erhöhung der Pflichtversicherungs- und der Beitragsbemessungsgrenze", erläutert Attac-Pressesprecher Felix Kolb den Hintergrund des Aktionstages.
Ein solidarisches Europa, in dem die Kluft zwischen Arm und Reich überwunden wird, brauche laut Attac eine aktive Beschäftigungspolitik, öffentliche, für alle erschwingliche Dienstleistungen ebenso wie eine gerechte Handelspolitik gegenüber dem Süden.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 17. Jun. 2002 unter:
politikStichworte:
« Gold-"Lola" für "Nirgendwo in Afrika"
Internationale Kampagne für Entschuldung und Entschädigung »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
