Tarifverhandlungen
Zähes Ringen in Tarifrunden mehrerer Branchen
Die Tarifrunden im Einzelhandel, die von örtlichen Streiks begleitet wurden, standen ganz unter dem Einruck der Entscheidung des Einzelhandelsverbands in Nordrhein-Westfalen vom Dienstag. Dieser hatte die Tarifgespräche abgebrochen und den Mitgliedsunternehmen empfohlen, ohne einen Tarifabschluss die Löhne und Gehälter ab 1. Juli einseitig um bis zu 2,5 Prozent anzuheben. Die Gewerkschaft war generell mit der Forderung im Volumen von 6,5 Prozent in die Gespräche gegangen, konkretisierte jedoch inzwischen in den Länder-Gesprächen ihre Position mit der Nennung monatlicher Festbeträge.
Für die Beschäftigten im bayerischen und im rheinland-pfälzischen Einzelhandel liegt die ver.di-Forderung bei 130 Euro, im Saarland bei "mindestens" 120 Euro. Auch im Groß- und Außenhandel hält ver.di an der Forderung im Gesamtvolumen von 6,5 Prozent fest. Konkret wurde bei der neuerlichen Verhandlungsrunde für den Nordwesten eine Entgelterhöhung um einen monatlichen Festbetrag von 111 Euro gefordert. Die Arbeitgeber hatten einen Festbetrag bislang abgelehnt und eine Anhebung der Entgelte um 1,7 Prozent angeboten. Auch in dieser Branche gibt es bundesweit noch keinen Abschluss.
Die Warnstreiks in mehreren Bundesländern gingen weiter. Im Versicherungsgewerbe hatten die Arbeitgeber bislang noch kein Gehaltsangebot unterbreitet. ver.di-Pressesprecher Uwe Foullong ging davon aus, dass die Verhandlungen diesmal "sehr, sehr lange" dauern könnten. ver.di Hessen kündigte am Vormittag an, wenn es in München keine sichtbaren Fortschritte gebe, würden ab 24. Juni in den hessischen Versicherungen Ur- und Arbeitnehmerabstimmungen durchgeführt. Ab Anfang Juli sei dann mit "verstärkten gewerkschaftlichen Aktivitäten" zu rechnen.
Die Ausgangsforderung der Gewerkschaft lag auch im Versicherungsgewerbe bei 6,5 Prozent. Im Banken-Bereich gingen unterdessen die am Montag gestarteten Urabstimmungen weiter, für die "bis zu zwei Wochen" anberaumt wurden. Mitte kommender Woche will ver.di eine Zwischenbilanz der Urabstimmungen ziehen. Hier war der Tarifkonflikt eskaliert, nachdem die Bankarbeitgeber die Verhandlungen in der vorigen Woche bis auf weiteres abgebrochen und den Mitgliedsunternehmen empfohlen hatte, freiwillig und ohne Tarifvereinbarung 3,1 Prozent bei zwei Nullmonaten zu zahlen. Zu den Forderungen der Bank-Arbeitgeber gehörte die Absenkung der garantierten Monatsgehälter auf 65 Prozent, die dann mit personengebundenen Leistungszuschlägen aufgestockt werden könnten. Auch für diese Branche lag die Ausgangsforderung der Gewerkschaft bei 6,5 Prozent. Im Berliner Bankgewerbe kündigte ver.di für Freitag Warnstreiks an.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
- Birgit Corinna Lange: Über Liebestaumel, Amerika und New York
- Emanzipation der Frau: Kristina Schröder, Frauenqoute und Gleichberechtigung
- Fitness & Wellness durch Sport im Alter
- Coaching für Führungskräfte: Jürgen Klopp | Motivation und Erfolg
- Erneuerbare Energien als Zünglein in der Wahl
