Kurzportrait

Die Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest wurde 1964 von der Bundesregierung als Institut für vergleichende Waren- und Dienstleistungsuntersuchungen gegründet. Sie ist jedoch eine unabhängige Einrichtung, die Wert darauf legt, dass ihr niemand vorschreiben könne, "was und wie getestet wird".

Prüfanregungen kommen von den Lesern der Zeitschriften "Test" und "Finanztest" sowie von den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen und aus den jeweiligen Fachabteilungen der Stiftung. Im vergangenen Jahr durchliefen 1.827 Produkte 128 verschiedene Tests. Die meisten Untersuchungen gab es im Bereich Körperpflege und Arzneimittel, dicht gefolgt vom bisherigen Spitzenreiter Unterhaltungselektronik. Seit der Gründung wurden rund 66.000 Produkte geprüft.

Die Stiftung Warentest hat keine eigenen Testlabors, sondern vergibt Prüfaufträge an spezielle Fachinstitute. Die Tests laufen exakt nach den Vorgaben der Stiftung ab. Sie holt sich jedoch zuvor Anregungen aus einem Fachbeirat, in dem neben Verbraucherschützern und unabhängigen Experten auch Vertreter der Anbieter sitzen. Jeder Anbieter wird vor dem Test eines seiner Produkte kontaktiert. Gekauft wird das Produkt jedoch anonym.

Die Stiftung finanziert sich aus den Verkaufserlösen ihrer Testberichte sowie aus staatlichen Zuschüssen. Diese betrugen im Jahr 2001 rund 11,1 Prozent der rund 50,6 Millionen Euro Gesamterträge. Die Stiftung hat ungewöhnlicherweise keine eigenes Stiftungskapital. Vorstand Werner Brinkmann kritisiert diesen Umstand als "Geburtsfehler" und drängt die Politik, entsprechendes Geld zur Verfügung zu stellen.

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