Agrarreform

NABU begrüßt Fischler-Vorschläge

Der Naturschutzbund NABU hat die Vorschläge von EU-Agrarkommissar Franz Fischler zur Reform der Agrarpolitik als einen Meilenstein für eine europäische Agrarwende begrüßt. Die Aussagen aus Brüssel seien eine gute Grundlage für eine naturverträglichere Landwirtschaft und zugleich der Beleg dafür, dass es zur bundesdeutschen Agrarwende keine Alternative gebe, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Gerd Billen. Jetzt gehe es darum, die Vorschläge gegen den Widerstand unbeweglicher Besitzstandswahrer etwa in den Reihen des Bauernverbandes durchzusetzen.

Nach bisherigen Informationen plant Agrarkommissar Fischler eine weit reichende Korrektur der EU-Agrarpolitik. So sollen die Agrarsubventionen längerfristig als produktionsunabhängige Grundprämie gewährt und an Mindeststandards in den Bereichen Umwelt und Lebensmittelsicherheit gekoppelt werden. Durch die Einführung einer EU-weit verbindlichen Modulation würden zudem Finanzmittel aus den Marktordnungen in den Bereich der ländlichen Entwicklung umgeschichtet.

Agrarkommissar Fischler habe erkannt, dass ohne eine konsequente Reform die Probleme und Herausforderungen der kommenden Jahre nicht zu bewältigen seien, so Billen weiter. Die Umsetzung der Vorschläge sei auch deshalb bitter nötig, um die gesellschaftliche Akzeptanz für die jährlich über 40 Milliarden Euro europäischer Agrarsubventionen nicht völlig zu verspielen und damit der Landwirtschaft eine längerfristige Perspektive zu bieten.

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