Nur informierte Verbraucher können wirklich wählen
Verbraucherzentrale Bundesverband und Greenpeace fordern Stromkennzeichnung
"Nur wenn es klar verständliche Informationen gibt, kann der Verbraucher auch eine gute Wahl treffen", meint Edda Müller, Vorstand des vzbv. Dies gelte auch und vor allem für den Strommarkt. "Die Energieversorger müssen endlich ihren Widerstand gegen die Stromkennzeichnung aufgeben", fordert Sven Teske, Energieexperte bei Greenpeace. Verbraucher hätten ein Recht auf Information. Die Verbraucher- und Umweltschützer setzen sich dafür ein, dass Stromkunden bereits an ihrer Rechnung ablesen können, wie (Energiemix, Anteil von Kraft-Wärme-Kopplung etc.) und wo (Herkunftsland) die Energie hergestellt wurde und wie hoch die Umweltbelastung (Treibhausgasemissionen, Atommüllproduktion) ist.
Im März hatte das Europaparlament beschlossen, im Rahmen der Novellierung der Stromrichtlinie eine Kennzeichnungspflicht für Strom einzuführen. Nachdem die Kommission in der Zwischenzeit eine deutlich abgespeckte Version dieser Kennzeichnungspflicht vorgeschlagen hat, droht das Vorhaben zu scheitern. Die Stromversorger in Deutschland verschweigen den Verbrauchern, wie und wo der angebotene Strom produziert wurde. Diverse Tarifsysteme und unterschiedliche Informationen machen es den Verbrauchern fast unmöglich, Stromangebote zu vergleichen und einen umweltfreundlichen Anbieter zu wählen.
Wiederholt hatten der vzbv und Greenpeace in der Vergangenheit die Stromversorger aufgefordert, für die Kaufentscheidung wesentliche Informationen in übersichtlicher und verständlicher Form auf den Stromrechnungen, in der Werbung und im Internet zur Verfügung zu stellen.
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Am 04. Jun. 2002 unter:
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