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Streiks im Einzelhandel werden ausgedehnt

Ver.dis Forderungen im Tarifkonflikt

Zum Auftakt verstärkter Kampfmaßnahmen im deutschen Einzelhandel legten am Mittwoch Beschäftige das Warenverteilzentrum Unna (Nordrhein-Westfalen) des Handelsriesen KarstadtQuelle lahm. Dadurch wurde die Belieferung zahlreicher Filialen blockiert. Ver.di-Fachgebietsleiterin Franziska Wiethold kündigte am Mittwoch in Berlin an, dass die Streiks jetzt erneut ausgeweitet werden.

Die Taktik bei den Arbeitskampfmaßnahmen sehe die Auswahl regionaler Schwerpunkte ebenso vor wie das gleichzeitige Bestreiken mehrerer Warenhäuser in einem Stadtzentrum. In die Aktionen würden auch SB-Warenhäuser sowie Einzelhandelsketten und Discounter im Lebensmittelbereich einbezogen.

Wiethold kritisierte das bisherige Angebot der Arbeitgeber von 1,7 Prozent über 24 Monate als "überhaupt nicht verhandlungsfähig". Als Mindestforderungen von ver.di bezeichnete sie eine Laufzeit von nur zwölf Monaten, eine "deutliche Reallohnsteigerung" sowie eine soziale Komponente für die unteren Lohngruppen. Eine genaue Zahl für die Lohnanhebungen nannte sie nicht. Bisher gilt die Forderung von 6,5 Prozent, mit der die Gewerkschaft in die Tarifverhandlungen gegangen war. Auf keinen Fall machbar sei für die Gewerkschaft eine Abkopplung von der Höhe der Tarifabschlüsse in anderen Branchen, betonte Wiethold. Das gleiche gelte für unterschiedliche Tarife in den neuen und den alten Bundesländern. Ferner komme eine "Laufzeit-Mogelpackung" von 24 Monaten nicht in Frage, bei der die Regelungen schließlich so kompliziert seien, dass niemand sie durchschaue und unter dem Strich zu wenig für die Beschäftigten herauskomme.

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