Doch kein Stellenabbau?

Post sagt Bundesregierung sorgfältige Prüfung der Sparmaßnahmen zu

Die Deutsche Post will ihre nach der Regulierungsentscheidung zur Portosenkung angekündigten Sparmaßnahmen nach eigenen Angaben sorgfältig abwägen. Post-Vorstandschef Klaus Zumwinkel habe Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) zugesagt, die "Rationalisierungsschritte sorgfältig zu gewichten und auf Sozialverträglichkeit zu prüfen", teilte der Konzern am Donnerstag in Bonn mit. Beide waren am Mittwochnachmittag zu einem Gespräch über die Portoentscheidung zusammengekommen.

Die Auswirkungen der Regulierungsentscheidung seien für die Post unerfreulich, im Sinne des Verbrauchers würden aber gewisse Einbußen hingenommen, erklärte das Unternehmen. Der Konzern werde die verschiedenen Interessenlagen von Verbrauchern, Aktionären und Mitarbeitern "angemessen und sachgerecht" berücksichtigen. Die mit der Portosenkung einhergehenden Umsatzeinbußen sollten durch "entschiedene Schritte auf Produkt- und Marketingseite" verringert werden.

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass die Post ab Januar ihr Porto für Briefe und Postkarten senken muss. Das Unternehmen hatte daraufhin angekündigt, als Folge der Entscheidung die Streichung von 10.000 Stellen, die Ausdünnung des Netzes von 13.000 Filialen und die Demontage mehrerer tausend Briefkästen zu prüfen.

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