Flugzeugkollision über dem Bodensee
Alle 71 Opfer der Flugzeugkatastrophe identifiziert
Die Leichen werden voraussichtlich am späten Nachmittag von Überlingen nach Friedrichshafen gebracht. 33 Opfer der Flugzeugkollision waren bereits am vergangenen Sonntag überführt worden. Ob die vier Opfer aus Weißrussland auch mit der Maschine am Freitagabend überführt werden, ist noch unklar. Auch wann die beiden Piloten der Boeing, ein Brite und ein Kanadier, in ihre Heimat gebracht werden, ist noch nicht bekannt.
Während der Gedenkfeier versicherte Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD), man werde alles tun, damit die Ursache des Unglück so sorgfältig und so schnell wie möglich aufgeklärt werde. Nur dann könnten die richtigen Konsequenzen für eine weitere Verbesserung der Flugsicherheit gezogen werden. Bodewig betonte zugleich: "Wir verbeugen uns vor dem Leid der Angehörigen."
Der baschkirische Premierminister Rafael Bayadavletov dankte für das Mitgefühl des deutschen Volkes. Sein Land sei in der Trauer nicht allein geblieben. An der Gedenkfeier nahmen auch der Schweizer Verkehrsminister Moritz Leuenberger und Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) teil. 71 Schülerinnen und Schüler aus Überlingen wollten mit einem Rosendefilee an die Toten erinnern.
Bei dem Zusammenstoß einer russischen Tupolew und einer Frachtmaschine vom Typ Boeing 757 waren am 1. Juli vor allem Kinder und Jugendliche ums Leben gekommen. Am Boden wurde wie durch ein Wunder niemand durch die brennenden Flugzeugtrümmer verletzt.
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Am 12. Jul. 2002 unter:
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