Forschung für Tierschutz und Tierhaltung
Landwirtschaftsministerin Künast eröffnet neues Institut in Celle
Die Arbeit des Instituts soll sich auf drei miteinander eng verzahnte Säulen stützen: In der grundlagenorientierten Forschung sollen innovative Indikatoren zur Bewertung der Tiergerechtheit entwickelt und ursächliche Faktoren der Belastungsreaktionen von Nutztieren untersucht werden. In der anwendungsorientierten Forschung sollen diese Erkenntnisse genutzt werden, um konkret die Auswirkungen von Haltungssystemen auf Nutztiere zu erforschen. Gleichzeitig sollen Ansätze für die Verbesserung von Haltungsbedingungen entwickelt werden. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten sollen schließlich der Information von politischen Entscheidungsträgern, Behörden, Verbänden und der Öffentlichkeit dienen.
Mit Dr. Lars Schrader konnte ein international anerkannter Wissenschaftler als Leiter für das neue Institut berufen werden. Dr. Lars Schrader, geboren 1964 in Cuxhaven, studierte nach dem Abitur von 1985 bis 1991 Biologie an der Freien Universität Berlin. Nach dem Abschluss seiner Diplomarbeit am Institut für Verhaltensbiologie war er dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. In dieser Zeit fertigte er auch seine Dissertation an und wurde 1996 promoviert. 1998 wechselte er in die Schweiz zum Institut für Nutztierwissenschaften der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, wo er als Oberassistent tätig war.
Celle hat als Standort für landwirtschaftliche Forschungseinrichtungen eine lange Tradition. Ein großer Sohn Celles, Albrecht Daniel Thaer, gründete dort 1802 die erste akademische Lehranstalt für den Landbau. 200 Jahre nach der Thaerschen Gründung entsteht nun in Celle das neue FAL-Institut für Tierschutz und Tierhaltung.
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Am 12. Jul. 2002 unter:
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