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Konzept zur Nutzung der ehemaligen Stasi-Zentrale in Berlin

Fachkommission übergibt Schlussbericht

Die Fachkommission über eine künftige Nutzung des "Hauses 1/Normannenstraße" hat heute ihren Abschlussbericht Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin, der Staatssekretärin im Bundesministerium des Inneren, Cornelie Sonntag-Wolgast, und dem Berliner Staatssekretär für Wissenschaft und Kultur, Peer Pasternack, überreicht. Die Vorschläge umreissen ein Dokumentationszentrum "Anatomie der SED-Diktatur - Staatspartei und Staatssicherheit in der DDR". Das "Haus 1" in der Normannenstraße sei aufgrund seiner Geschichte von nationaler Bedeutung und demnach essentieller Teil der Gedenkstättenlandschaft, die sich mit der Aufarbeitung und Rolle des Ministeriums für Staatssicherheit in der DDR beschäftigt.

Das sanierungsbedürftige Gebäude soll vor allem als Dokumentations- und Bildungszentrum genutzt werden. Dabei sind wissenschaftliche Kooperationen zum Beispiel mit der Gedenkstätte Hohenschönhausen vorgesehen. Außerdem sollen Organisationen, die sich mit dem Themenkomplex befassen, im Haus Arbeitsmöglichkeiten bekommen. Das "Haus 1" wird bereits seit Anfang der neunziger Jahre von Vereinen genutzt, die sich mit der Rolle der Staatssicherheitsdienstes der DDR und der Beratung von Opfern befassen. Die Vielfältigkeit der bereits vorhandenen Nutzungsmöglichkeiten soll dem Bericht zufolge erhalten bleiben und auch weiterhin die Arbeit charakterisieren.

In Anerkennung der historischen Bedeutung des "Hauses 1/ Normannenstraße" hatten der Beauftragte der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien und der Berliner Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Oktober 1999 die Fachkommission eingesetzt. Sie nahm im Januar 2000 unter dem Vorsitz des ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Siegfried Vergin ihre Arbeit auf. Vergin war auch Stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Deutsche Einheit".

Der Kommission gehörten weiterhin an:

Dr. Gabriele Camphausen (ehem. Leiterin der Gedenkstätten Hohenschönhausen und Topographie des Terrors), Dr. habil. Rainer Eckert (Leiter des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig), Dr. h.c. Karl Wilhelm Fricke (Journalist und Publizist, ehem. Stasi-Häftling), Martin Gutzeit (Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen Berlin), Prof. Dr. Klaus-Dietmar Henke (ehem. Leiter des Hannah-Arend-Instituts) und Wolfgang Kusior (ehem. Geschäftsführer der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur).

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