Verbraucherschützer erwarten sinkende Preise
EU-Kommission liberalisiert Auto-Markt
Konnten die Hersteller bislang durch eine nahezu vollständige Kontrolle der Vertriebs- und Servicenetze einen freien Wettbewerb im Automarkt praktisch ausschließen und damit das Preisniveau künstlich hoch halten, wird der Markt ab 1. Oktober 2003 in Bewegung kommen. So wird es mehr Handlungsspielraum für den Handel geben. Die enge Bindung zwischen Hersteller und Vertragshändler wird deutlich gelockert. Ab Oktober 2005 sind Händler nicht mehr an bestimmte Standorte gebunden und können europaweit Filialen eröffnen. Zudem können Händler mehrere Marken gleichzeitig anbieten. Durch die erhöhte Transparenz des Angebots dürften nach Einschätzung des vzbv die Preise in Bewegung geraten.
Außerdem werden Verkauf und Service entkoppelt: Neuwagenhändler haben künftig die Möglichkeit, Dienstleistungen unter Einhaltung vorgegebener Qualitätsstandards an Subunternehmer oder freie Werkstätten abzutreten. Vertragswerkstätten können künftig Originalersatzteile direkt vom Ersatzteilhersteller beziehen. Dies lässt niedrigere Preise erwarten ebenso wie die Verpflichtung für Autokonzerne, freien Werkstätten die erforderlichen Daten und Diagnose-Instrumente zugänglich zu machen, wenn diese den Qualitätskriterien der Hersteller entsprechen. Der Verbraucher kann dann auch solche freien Werkstätten wählen, ohne seine Herstellergarantie zu verlieren.
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Am 17. Jul. 2002 unter:
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Schritte zur Abrüstung statt öffentlicher Gelöbnisse »

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