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Schröder feuert Scharping

Verteidigung

Bundeskanzler Gerhard Schröder entlässt Verteidigungsminister Rudolf Scharping. Die notwendige Basis für eine gemeinsame Arbeit in der Bundesregierung sei nach Schröders Auffassung nicht mehr gegeben. Der Kanzler fügte hinzu, er wolle Bundespräsident Johannes Rau bitten, Scharping zu entlassen und SPD-Fraktionschef Peter Struck zum Nachfolger zu ernennen. Der Schritt sei mit dem Vizekanzler und Außenminister Joschka Fischer abgestimmt.

Scharping war wegen umstrittener Beziehungen zum Frankfurter PR-Unternehmer Moritz Hunzinger erneut in die Schlagzeilen geraten. Insgesamt zahlte die Hunziger PR GmbH 140.000 Mark auf Scharpings Konto.

Hunzingers großzügige PR-Hilfe für den Minister stand nach Recherchen des "Stern" auch im Zusammenhang mit der Tätigkeit des PR-Unternehmens für die Rüstungsunternehmen Ferrostaal und Howaldswerke Deutsche Werft (HDW). Hunzinger soll den Minister, nach einer kostenlosen PR-Beratung, zu einem vertraulichen Gespräch mit dem damaligen Ferrostahl-Manager und heutigen HDW-Vorstand Hanfried Haun geführt haben.

Der „Stern“ belegt, dass Haun damals intensiv für eine Unterstützung der Bundesregierung für die angestrebte Lieferung von U-Booten nach Ägypten warb. Nach Angaben des Stern soll Scharping noch im selben Monat bei einem Besuch mit der ägyptischen Regierung darüber gesprochen haben.

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