Herlitz-Sanierung

Schreibwarenhersteller will bis Jahresende Gewinn erzielen

Der durch Forderungsverzicht der Gläubiger vor der Pleite gerettete Berliner Büro- und Schreibwarenhersteller Herlitz erwartet zum Ende des Geschäftsjahres 2002 schwarze Zahlen. "Wir werden dieses Jahr mit Gewinn abschließen", sagte Vorstand Christian Supthut am Montag in Berlin. Im ersten Halbjahr habe das Unternehmen einen Umsatz von 171 (Vorjahr: 193) Millionen Euro erzielt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sei von minus 32 Millionen Euro auf minus 5,5 Millionen Euro verringert worden. Dabei seien die Insolvenzeffekte bereits berücksichtigt. Beim operativen Ergebnis habe Herlitz damit um acht Millionen Euro über dem Plan gelegen.

Die Herlitz-Gläubigerbanken hatten Mitte Juli einem Forderungsverzicht bei gleichzeitiger Übertragung von Herlitz-Immobilien an sie im Buchwert von 170 Millionen zugestimmt und damit den Weg für die Rettung des hochverschuldeten Traditionsunternehmens geebnet. Anfang April hatte Herlitz Insolvenz beantragt, nachdem Gespräche mit den Ländern Berlin und Brandenburg sowie mit der Deutschen Bank über eine Kreditbürgschaft in Höhe von zehn Millionen Euro gescheitert waren. Herlitz ist nach eigenen Angaben mit rund 300 Millionen Euro verschuldet. Das vergangene Jahr hatte das Unternehmen mit einem Nettoverlust von 50 Millionen Euro und einem Umsatz von 438 Millionen Euro abgeschlossen.

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