Verdacht auf Absprachen bei Prämienerhöhungen

Bundeskartellamt durchsucht dreizehn Versicherungen

Wegen des Verdachts unerlaubter Prämienabsprachen ist das Bundeskartellamt am Mittwoch mit Durchsuchungsaktionen gegen mehrere Versicherungsunternehmen vorgegangen. Die Versicherer sollen für industrielle Sach- und Haftpflichtversicherungen Prämienerhöhungen abgesprochen haben, wie die Wettbewerbshüter auf Anfrage bestätigten. Von der Durchsuchungsaktion waren dreizehn Unternehmen betroffen. Um welche Firmen es sich genau handelte, wollte das Kartellamt mit Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen nicht mitteilen.

"Kartelle schaden den Verbrauchern und der Volkswirtschaft insgesamt ganz erheblich", sagte der Präsident des Bundeskartellamtes, Ulf Böge, zu den möglichen Prämienabsprachen. "Sie sind keine Kavaliersdelikte." Das Bundeskartellamt sei nicht bereit, solche Entwicklungen hinzunehmen. In den vergangenen Monaten hatten die Wettbewerbshüter bereits unerlaubte Absprachen in der Transportbetonbranche, dem Papiergroßhandel und der Zementindustrie aufgedeckt. Böge kündigte an, sein Amt werde die Kartellbekämpfung intensivieren.

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