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Fast jedes vierte Berliner Kind ist arm

CDU-Bankenskandal macht's noch schlimmer

Fast jedes vierte Berliner Kind ist arm. Rund 134 000 Mädchen und Jungen unter 18 Jahren lebten in der Hauptstadt unterhalb des Existenzminimums, sagte am Mittwoch Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (PDS) bei der Vorstellung des ersten Berliner Armutsberichts. Diese Zahlen seien "dramatisch". Insgesamt gilt etwa jeder achte Berliner als arm.

Im Ostteil der Stadt sind anteilsmäßig weniger Menschen betroffen als im Westen. Am größten ist die Armut in Ortsteilen mit hohem Ausländeranteil wie Kreuzberg, Wedding, Tiergarten, Schöneberg und Neukölln. Im Osten seien die Einkommensunterschiede geringer, sagte Knake-Werner. Dort lebten weniger Arme, aber auch weniger Reiche.

Die Haushaltsprobleme des Landes Berlin, massiv verschärft durch die Schieflage der Bankgesellschaft Berlin nach der CDU-Bankenaffäre, wird vor allem auf dem Rücken der Armen ausgetragen. So kostet ein Schwimmbadbesuch in Berlin mittlerweile 4 Euro; ein großer Teil der Bäder wurde gar komplett geschlossen. Förderungen für soziale Initiativen wurden massiv gekürzt, Zuschüsse für Ferienmaßnahmen von Jugendverbänden gar komplett gestrichen. Die "Berliner Tafel" verteilt mittlerweile Essen nicht nur an Obdachlose, sondern auch in Schulen in Problembezirken, weil die Kinder mit ihren knurrenden Mägen sonst den Unterricht stören.

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