Hormon-Skandal

Betriebe wieder freigegeben

Die vom Hormon-Skandal betroffenen Bauern können ihre Produkte wieder vermarkten. In einer Telefonkonferenz einigten sich die Agrarminister von Bund und Ländern darauf, die bisher gesperrten Betriebe unter Auflagen zu entsperren, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Landwirtschaftsministeriums. Zuvor waren alle 140 genommenen Fleischproben negativ auf das Hormon MPA getestet worden. Allein in Nordrhein-Westfalen können nun die Besitzer von 1700 Betrieben aufatmen.

Die Betriebe dürfen nun wieder Schweine- und Rindfleisch vermarkten, müssen allerdings nachweisen, dass sie in den sieben Tagen vor der regulären Schlachtung nur unverdächtiges Futter an die Tiere verfüttert haben. Das in der Tiermast verbotene Hormon MPA baut sich im Fleisch innerhalb einer Woche ab.

Die Minister hatten sich am Dienstag der Vorgehensweise in der Europäischen Union im Hormon-Skandal angeschlossen. Als erstes Land hatten zuvor die Niederlande insgesamt 600 Schweine auf MPA untersucht. Nachdem in keiner der Proben das Hormon nachgewiesen worden war, hatte die Europäische Kommission am Montag einer Freigabe der Betriebe zugestimmt.

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