Starker Euro

Experten befürchten Konjunktur-Dämpfer

Wegen der anhaltenden Euro-Stärke befürchten Wirtschaftswissenschaftler einen spürbaren Dämpfer für die deutsche Konjunktur. Die Euro-Aufwertung verteure Exporte, was europäische Anbieter weniger wettbewerbsfähig mache und den Aufschwung schwäche, sagte der Präsident des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA), Thomas Straubhaar. Gleichzeitig würden Importe billiger, so dass Europas Unternehmen auch daheim verschärft unter Konkurrenzdruck gerieten. Allerdings mindere sich auch die Inflationsrate, was die Binnennachfrage von Verbrauchern und Investoren stärke.

Die Aufwärtsbewegung des Euro könne sich noch lange fortsetzen, sagte Straubhaar dem Magazin. Der Euro sei seit geraumer Zeit gewaltig unterbewertet gewesen, jetzt gewinne er an Boden. Wegen der Euro-Aufwertung sehe er im Moment auch keinen Grund für eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank. Diese werde vermutlich erst im letzten Quartal 2002 erfolgen. Am Morgen notierte der Euro an den Devisenmärkten bei 0,9811 Dollar.

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