Greenpeace-Aktion
Lichtzeichen gegen Klimawandel
Esso versucht inzwischen, die Greenpeace-Kampagne mit allen Mitteln zu stoppen. Vor zwei Wochen hatte der Konzern mit einer einstweiligen Verfügung der Umweltorganisation unter Androhung von 250.000 Euro untersagt, sich auf seinem Betriebsgelände aufzuhalten. Mit der Diaprojektion werden diese Auflagen um keinen Zentimeter verletzt.
Esso werde die friedlichen Proteste nicht stoppen, sagte Greenpeace-Ölexperte Jörg Feddern. Mit dem Tiger habe man erstmals einen prominenten Vertreter von Esso für die Kampagne gewonnen. Der Esso-Tiger habe die Seiten gewechselt, und werde künftig bei vielen Greenpeace-Aktionen dabei sein. Feddern wies auch auf den ernsten Hintergrund der Aktion hin. Esso zerstöre die Umwelt ohne Rücksicht auf Verluste und sabotiere den Klimaschutz. Dagegen wolle man protestieren.
Als Beispiele für umweltschädliche Projekte nannte Feddern die Erdölgewinnung vor der russischen Insel Sakhalin, wo der Lebensraum der letzten Grauwale bedroht ist oder den Bau einer Ölpipeline in Kamerun, für die der Urwald zerstört wird. Darüber hinaus untergräbt Esso systematisch alle Anstrengungen, die Klimaerwärmung durch internationale Abkommen in den Griff zu bekommen.
Greenpeace "StoppEsso" - Kampagnen gegen Essos Umweltverbrechen finden derzeit weltweit statt. Der Konzern weigere sich als einer der letzten Ölmultis in erneuerbare Energien zu investieren. Greenpeace fordert Esso auf, Verantwortung für sein Produkt zu übernehmen. Außerdem solle Esso Investitionen in erneuerbare Energien umlenken. Auf dem Weltgipfel in Johannesburg müsse im August dafür gesorgt werden, dass künftig Großkonzerne weltweit für ihre Umweltverbrechen zur Verantwortung gezogen werden können.
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Am 03. Jul. 2002 unter:
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