West-Sahara-Konflikt
101 marokkanische Kriegsgefangene nach über 20 Jahren freigelassen
Die Frente Polisario hatte am 18. Juni 2002 die Freilassung von 100 marokkanischen Kriegsgefangenen angekündigt. Dies geht auf eine humanitäre Initiative der Bundesregierung zurück: Der Staatssekretär des Auswärtigen Amts, Jürgen Chrobog, führte zuletzt am 17. Juni 2002 Gespräche hierüber in Algier. Die Bundesregierung begrüßt nachdrücklich die Zusage dieser humanitären Geste seitens der Frente Polisario, die auch mit Unterstützung der algerischen Regierung erreicht werden konnte.
Seit einem 1991 zwischen Marokko und der Befreiungsbewegung Frente Polisario geschlossenen Waffenstillstand bemühen sich die Vereinten Nationen um eine friedliche Beilegung des seit 1976 andauernden Konflikts um die Westsahara. Die Bundesregierung unterstützt mit ihren Partnern in der EU uneingeschränkt die Bemühungen der Vereinten Nationen zu einer friedlichen Konfliktlösung.
Parallel zu den politischen Aspekten gibt es drängende humanitäre Fragen, derer sich die internationale Gemeinschaft seit über 20 Jahren annimmt, so die Versorgung der von UNHCR auf ca. 160.000 geschätzten sahrawischen Flüchtlinge, die seit einem Vierteljahrhundert in der südwestalgerischen Wüste in Flüchtlingslagern auf eine Konfliktbeilegung und ihre Heimkehr hoffen. In selber Weise unterstützt die Bundesregierung die Appelle von IKRK und Vereinten Nationen zur sofortigen Freilassung der letzten Kriegsgefangenen ohne politische Vorbedingungen. Von den bisher in Gefangenschaft der Polisario befindlichen 1362 marokkanischen Kriegsgefangenen sind ca. 900 seit über 20 Jahren in Gefangenschaft.
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Am 08. Jul. 2002 unter:
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