Hormone im Schweinefutter

Ministerium schließt Ausweitung des Skandals nicht aus

Das Bundesverbraucherministerium schließt eine Ausweitung des Skandals um hormonbelastetes Schweinefleisch nicht aus. Ein Ministeriumssprecher sagte am Montag in Berlin, es würden noch weitere Informationen aus Holland und Belgien zum Ausmaß der Fleischverbreitung erwartet. Nach gegenwärtigen Informationen wird davon ausgegangen, dass 7500 mit dem Hormon MPA (Medroxy-Progesteron-Azetat) belastete Schweine nach Deutschland geliefert wurden. Denkbar sei, dass die Zahl am Ende noch höher liegen werde, hieß es.

Im Skandal um verseuchtes Schweinefleisch waren am Wochenende weitere Fälle von nach Deutschland gelieferten, mit Hormonen belasteten Schweinen bekannt geworden. So wurde über das EU-Schnellwarnsystem gemeldet, dass das Fleisch von 504 nach Belgien transportierten und dort geschlachteten Tieren ebenfalls nach Nordrhein-Westfalen gelangt sei. Zuvor waren die Behörden von knapp 7000 nach Deutschland gelieferten Schweinen ausgegangen. In NRW suchen die zuständigen Behörden weiter nach dem Verbleib des mit dem MPA-Hormon verseuchten Fleisches.

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