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Wassermassen bringen Katastrophenalarm in Bayern und Thüringen

Land unter - Klimakatastrophe?

Neue Unwetter haben am Montag ganze Landstriche in Süd- und Norddeutschland überschwemmt. In Bayern schwollen die Flüsse derart an, dass in mehreren Landkreisen Katastrophenalarm ausgelöst wurde. Auch in Thüringen und Sachsen standen die Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft. In Bayern wurde ein spielendes Kind von einem entwurzelten Baum erschlagen. In Niedersachsen entgleiste infolge von Unwetterschäden ein Zug. Ein Insasse wurde leicht verletzt. Derweil wurden die nächsten Unwetterwarnungen herausgegeben: Dem Deutschen Wetterdienst zufolge muss weiterhin mit heftigen Niederschlägen in Bayern, Thüringen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern gerechnet werden.

In Bayern, das bereits am Wochenende von schweren Unwettern heimgesucht worden war, verschärfte sich die Lage. In Ebersberg, Rosenheim, Passau, Traunstein, Garmisch-Partenkirchen und im Berchtesgadener Land wurde laut bayerischem Innenministerium am Mittag Katastrophenalarm ausgerufen. In Traunstein drohte zeitweilig ein Damm zu brechen. In Passau stand die komplette Altstadt unter Wasser. Im gesamten Freistaat waren zahlreiche Straßen unpassierbar. Die A 8 München-Salzburg musste vorübergehend gesperrt werden. Auf der Ferienroute stand das Wasser teilweise einen halben Meter hoch. Der Urlaubsort Ruhpolding war seit dem Morgen von der Außenwelt abgeschnitten. Nahe Starnberg wurde ein achtjähriges Mädchen bei Aufräumarbeiten von einem umstürzenden Baum getroffen. Es starb im Krankenhaus.

An der Pleiße in Thüringen, die ebenfalls Hochwasser führt, wurden nach Angaben des Erfurter Umweltministeriums alle verfügbaren Kräfte mobilisiert, um größere Überschwemmungen zu vermeiden. In Gorna brach der Damm an einem Rückhaltebecken, einige Häuser standen unter Wasser. In Gössnitz und einem benachbarten Dorf mussten 100 Menschen ihre Häuser räumen. Insgesamt waren in Thüringen rund 3000 Helfer im Einsatz.

In Sachsen wurde am Nachmittag Katastrophenalarm ausgelöst. Im Weißeritzkreis nahe Dresden drohten Brücken und Dämme einzustürzen, wie die Behörden mitteilten. In der Nacht zum Montag wurde vor allem Leipzig von den Regengüssen getroffen. Am Morgen konnten in der sächsischen Stadt Autos, Busse und Straßenbahnen nur eingeschränkt oder gar nicht mehr fahren. Die Pegel der Elbe stiegen wieder und erreichten am Nachmittag die zweite von vier Hochwasserstufen.

Auch im Norden wüteten zum wiederholten Mal Unwetter. In der Nähe des niedersächsischen Stade entgleiste am Morgen ein Nahverkehrszug, nachdem er auf einen entwurzelten Baum aufgefahren war. Wetterschäden verzeichneten auch das mecklenburgischen Wismar, die Region Ostholstein und Bremen.

In Baden-Württemberg entspannte sich dagegen die Lage. Nach den Regenfällen vom Wochenende waren am Montag die meisten Straßen wieder befahrbar.

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