Dauerregen führt zu Ernteausfällen

Bauernverband fordert Unterstützung

Die starken und dauerhaften Regenfälle haben die Bauern mitten in der Getreideernte hart getroffen. Das berichtet der Deutsche Bauernverband (DBV). In vielen Regionen könne das reife Getreide wegen der dauernassen Böden bisher nicht geerntet werden. In den besonders betroffenen Gebieten seien die landwirtschaftlichen Flächen überflutet und Hofstellen stehen unter Wasser.

Diese widrigen Witterungsverhältnisse führten zu Ertrags- und Qualitätsverlusten. Es sei befürchten, dass die Flächen mit hochwertigem Brotgetreide nur noch zu Futterzwecken genutzt werden können. Neben dem Preisrückgang gegenüber Vorjahr entstünden der Landwirtschaft dramatische Erlöseinbußen durch diese regenbedingte Ertrags- und Qualitätsverluste. Derzeit ermittele der DBV den exakten Schadensumfang.

Die Finanzverwaltungen einiger Bundesländer hätten bereits reagiert und gewährten steuerliche Erleichterungen. Die Landwirtschaftliche Rentenbank in Frankfurt habe heute zinsgünstige Sonderkredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen der Betriebe beschlossen.

DBV-Präsident Sonnleitner habe sich zudem an EU-Agrarkommissar Franz Fischler gewandt und Ausnahmeregelungen der Interventionskriterien für die diesjährige Ernte gefordert. Denn die Getreidepreise stünden in diesem Jahr unter erheblichem Marktdruck, der sich durch die regenbedingten Qualitätsbeeinträchtigungen noch erhöhe. Von der Europäischen Kommission erwarte der DBV weitere Unterstützungen. Den Bundesländern solle zugestanden werden, auf die erst zum Jahresende erfolgenden Flächenzahlungen eine Abschlagszahlung zuzulassen oder ein zeitliches Vorziehen der Auszahlung zu ermöglichen.

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