Flutschäden

Bauern befürchten Milliarden-Verluste

In den vom Jahrhunderthochwasser geschädigten Regionen im Südosten Deutschlands ist nach den Worten von Bundeskanzler Gerhard Schröder ein zweiter Wiederaufbau nötig. Hier gehe es um die Mobilisierung von Milliardensummen, sagte Schröder. Die Bundesregierung sei "entschlossen, dies zu tun" - auch unabhängig von den engen europäischen Stabilitätskriterien. Es sei absehbar, dass allein für die Herstellung der Infrastruktur ein Vielfaches der bisher beschlossenen Soforthilfen benötigt werde.

Derzeit gebe es noch keinen Überblick über das, was wirklich zerstört worden sei, sagte Schröder. Allerdings sei bereits absehbar, dass es sich in den betroffenen Gebieten im Grunde um den Neubeginn eines Aufbaus handele. Es würden Milliardensummen notwendig sein, um die Zerstörungen an Schiene und Straße zu beheben. Allein die Schäden bei der Deutschen Bahn bezifferte Schröder auf mehrere hundert Millionen Euro.

Die Hochwasserkatastrophe setzt auch den Landwirten massiv zu. Der Deutsche Bauernverband rechnet durch die starken Regenfälle, Hochwasser und Preisverlust bundesweit mit Schäden von rund 2,5 Milliarden Euro, davon allein 1,5 Milliarden Euro beim Getreide. Auf eine weitere Milliarde Euro schätzte DBV-Präsident Gerd Sonnleitner die Schäden an Obst, Gemüse und Kartoffeln, an Gebäuden sowie in Wald und Wiesen. Bei den Angaben handele es sich um vorläufige Schätzungen, betonte Sonnleitner.

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