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Hochwasserschäden werden übernommen

Eine Million Allianz-Kunden mit DDR-Police

Über eine Million Kunden der Allianz AG in den vom Hochwasser betroffenen Ländern Sachsen und Thüringen haben bei Schäden gute Chancen auf eine finanzielle Entschädigung. Sie besitzen DDR-Policen über eine so genannte erweiterte Haushaltversicherung, die nach der Wiedervereinigung von dem Münchner Versicherungsriesen übernommen wurden. In ihnen sind Elementarschäden wie Hochwasser automatisch enthalten. Bislang lägen nur wenige Schadenmeldungen vor, sagte ein Allianz-Sprecher am Freitag auf Anfrage. Dementsprechend gebe es "noch nicht einmal annähernd" einen Überblick über mögliche Schäden durch die Flutkatastrophe.

Von den in Ostdeutschland einst rund sechs Millionen übernommenen Versicherungsverträgen besitzt die Allianz noch rund drei Millionen Kunden mit Haushaltsversicherungen, in denen auch Elementarschäden abgedeckt sind. Darüber hinaus seien noch bei 60 Prozent von rund 800.000 übernommenen DDR-Policen zur Gebäudeversicherung Elementarschäden versichert, sagte der Unternehmenssprecher.

Normalerweise zahlt die Hausratversicherung für Schäden durch Überschwemmungen nicht. Versichert ist Hausrat lediglich gegen Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel, Leitungswasser und Einbruchdiebstahl. Nur in der so genannten erweiterten Haushaltversicherung aus der DDR sind Schäden durch Überschwemmungen automatisch im Versicherungsschutz enthalten. Ansonsten muss zusätzlich zur Hausratversicherung eine erweiterte Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden. Bei 50.000 Euro Hausratversicherungssumme kostet das laut Stiftung Warentest je nach Region und Versicherungsgesellschaft 10 bis 40 Euro extra. Ähnlich sind in den von der Allianz übernommenen DDR-Policen für die Wohngebäudeversicherung Überschwemmungsschäden automatisch enthalten.

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