Frankreich

Deutsche Journalisten von Polizei angegriffen

Die freiberuflich arbeitenden Journalisten Carsten Bügener und Kathrin Plümer filmten am 24. Juli in Straßburg das Vorgehen der Polizei gegen antirassistische Demonstranten, als Polizeibeamte plötzlich auf sie zugerannt kamen. Beide Journalisten zeigten ihre Presseausweise vor, der Kamera-Assistent Bügener wurde jedoch von der Polizei mit Tränengas besprüht, zu Boden geworfen und getreten. Die Polizei entwendete der Kamera-Frau Plümer das Filmmaterial. Bis heute haben die Journalisten das Material nicht zurückbekommen.

In einem Brief an den französischen Innenminister Nicolas Sarkozy fordert Reporter ohne Grenzen den Übergriff der Polizei gegen die Journalisten Carsten Bügener und Kathrin Plümer unverzüglich aufzuklären und die Verantwortlichen zu bestrafen.

"Die Tatsachen sind schlimm: Solche Methoden - die wir von anderen Regimen sehr gut kennen - sind der französischen Polizei unwürdig und müssten schwer bestraft werden", so Robert Ménard, Generalsekretär der internationalen Menschenrechtsorganisation, in Paris.

Reporter ohne Grenzen erinnert daran, dass fünf Journalistinnen und Journalisten im vergangenen Jahr Klagen gegen das Vorgehen der französischen Polizei gegen die Presse eingereicht hatten. Die Verfahren laufen noch.

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