Doppelausstellung

Kultur der 80er Jahre in Ost- und Westdeutschland

Eine Doppelausstellung zur Kultur der 80er Jahre in Ost- und Westdeutschland hat am Freitag in Leipzig ihre Pforten geöffnet. Unter dem Titel "Klopfzeichen" werden darin erstmals die deutsch-deutschen Kulturbeziehungen des Vor-Wende-Jahrzehnts umfassend beleuchtet, wie der Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums, Rainer Eckert, sagte. Sein Haus konzentriere sich dabei auf die "Mauersprünge" ost- und westdeutscher Künstler, die auch jenseits offizieller Pfade den Eisernen Vorhang überwanden. Das Bildermuseum der Stadt zeigt unter dem Titel "Wahnzimmer" rund 300 Arbeiten von 78 Künstlern, die auf ihre Art die Ost-West-Beziehungen darstellten. Die Ausstellung bleibt bis 27. Oktober geöffnet.

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob der Kulturaustausch oder auch spektakuläre Aktionen wie die geschenkte Lederjacke Udo Lindenbergs an DDR-Staatschef Erich Honecker zum Fall der Mauer beigetragen haben. Zur Veranschaulichung sind im Zeitgeschichtlichen Forum sowohl die legendäre Motorradjacke als auch Honeckers Gegengeschenk - eine Schalmei - zu sehen. Weitere Eckpunkte der Ausstellung sind unter anderem die Biermann-Ausbürgerung 1976, die kurzfristig abgesagte DDR-Tournee der Kölner Rockband BAP 1984 und das Kulturabkommen beider Staaten 1986.

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