Tumucumaque Forest-Reserve
Brasilien errichtet größten Nationalpark der Welt
Das Areal des Tumucumaque Forest-Reserve grenzt im Norden an Guayana und soll nach Angaben von Forschern reich an bisher unbekannten Pflanzen- und Tierarten sein. Das Gebiet ist bisher weder durch Straßen noch durch sonstige Infrastruktur erschlossen. Trotz seiner Größe werden mit dem Parkprojekt nur ein Prozent des Amazonas Rainforest geschützt, berichtet der WWF-Großbritannien. Im dichten Nebelwald leben einige gefährdete Tierarten wie der Jaguar, Süßwasser-Schildkröten, Adler und eine seltene Affen-Spezies. "Das Gebiet des Nationalparks ist eine der wenigsten erforschten Gebiete unseres Planeten", meint Russel Mittermaier, Präsident der britischen Umweltorganisation Conservation International.
Im Schatten des ehrgeizigen Umweltprojekts stehen unter anderem Skandale, die auch in anderen Naturreservaten immer wieder zu illegalem Holzschlag, Schürfen nach Edelmetallen und sogar zum Fang wilder Tiere für den Export führten. Bestechungsgelder an die schlechtbezahlten Parkwächter machten solche Methoden überhaupt erst möglich. Den lokalen Wärtern in den zum Teil entlegenen Nationalparks fehlt es oft an einfachsten Dingen wie zum Beispiel Transportmöglichkeiten.
Die brasilianische Regierung hat indessen mit der Umstrukturierung der staatlichen Umweltagentur begonnen. Mit Geldern, die zum Teil auch aus dem Ausland kommen, soll das Nationalpark-Wesen verbessert werden. Bisher scheiterten jegliche Versuche an fehlenden finanziellen Mitteln. Beim Johannesburg Earth Summit will Präsident Henrique Cardoso für den Schutz von zehn Prozent der Regenwälder Amazoniens eintreten. Bisher ist knapp ein Prozent der tropischen Urwälder unter Schutz gestellt. Cardoso hofft auch auf Unterstützung durch die Weltbank und andere internationale Einrichtungen.
Tumucumaque Forest-Reserve übertrifft den bisher größten Nationalpark, Salonga, in der Demokratischen Republik Kongo. Dieser ist um 230.000 Hektar kleiner als der brasilianische Nebelwald.
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Am 23. Aug. 2002 unter:
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Greenpeace und Ärztekammer gegen Patentierung menschlicher Gene »

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