Gipfel in Johannesburg

Forderung der Entwicklungsländer nach Öffnung der Märkte verursacht Konflikte

Der Weltgipfel für Nachhaltigkeit in Johannisburg ringt um eine Einigung im Streit um die Öffnung der Märkte für Produkte von Entwicklungsländern. Das gibt UNO-Verhandlungskoordinator Lowell Flanders am Dienstag bekannt. Der Zugang armer Länder zu den Märkten der Industrienationen und die Frage von Subventionen gilt als eines der schwierigsten Themen auf dem Johannesburg-Gipfel. So gebe es in einigen Punkten zwar Übereinstimmung, mehrere strittige Fragen seien jedoch noch offen. Teilnehmerkreisen zufolge hatten die Entwicklungsländer am Morgen einen neuen Entwurf vorgelegt, in dem sie weitere Forderungen erhoben.

Nach Angaben Flanders liefen die Verhandlungen derzeit jedoch gut. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Gila Altmann (Grüne) sagte, es solle noch am Dienstag zu einer Lösung kommen. Ansonsten werde das Thema erst wieder von den Fachministern aufgegriffen, die am Wochenende auf dem Gipfel erwartet werden.

Die in der Gruppe 77 zusammengeschlossenen Entwicklungsländer beklagen hohe Zölle und Subventionen, die sie als Handelsbarriere empfinden. Die Europäische Union hatte bereits mit den ärmsten Ländern der Welt vereinbart, ihren Binnenmarkt für deren Produkte zu öffnen. Nun verlangten weitere Entwicklungsländer eine solche Regelung, hieß es aus deutschen Delegationskreisen.

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