Greenpeace weist auf illegale Abholzungen hin

Proteste gegen Zerstörung in Kamerun

Gegen den illegalen Einschlag von Tropenholz in Kamerun protestieren am Dienstag 20 Greenpeace-Aktivisten vor der deutschen Niederlassung der holländischen Holzhandelsfirma Wijma in Drensteinfurt, Westfalen. Die Firma holzt auch ausserhalb ihres genehmigten Gebietes wertvolle Hoelzer wie Bongossi ab.Die Firma weite so ihr Einschlaggebiet ohne Erlaubnis aus. Dazu werden riesige Strassen in den Wald gebaut, um den Wald zu pluendern und das Holz gegen den Willen der Bevoelkerung wegzuschaffen. Durch den Strassenbau würden auch die Kakao- und Bananenplantagen der lokalen Bevoelkerung zerstört.

Greenpeace hatte während einer Recherche in Kamerun im Juli 2002 den Diebstahl der Firma Wijma zusammen mit der britischen Organisation "Forest Monitor" verfolgt und dokumentiert. In einem Umkreis von fünf Kilometern ausserhalb ihrer Gebietsgrenzen konnte Greenpeace der Firma illegalen Holzeinschlag nachweisen. Bereits vor zehn Jahren hat sich die Bundesregierung auf dem Umweltgipfel in Rio zum Erhalt der Artenvielfalt verpflichtet und zugesagt, Entwicklungsländer im Artenschutz zu unterstützen. Bis heute gibt es jedoch noch keine wirksamen Massnahmen, um die Urwaldzerstörung zu stoppen und den Handel mit illegal eingeschlagenem Holz zu unterbinden.

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