Klimafonds statt Katastrophenfonds
Förderung von Öko-Energien kostengünstiger als Reparieren von Schäden
Der Umweltexperte Carlo Jaeger vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung wies darauf hin, dass in den letzten 100 Jahren die Erderwärmung nachweisbar angestiegen sei und gleichzeitig die Zahl von Naturkatastrophen zugenommen habe. Der Zusammenhang von Klimaveränderung und zunehmenden Überschwemmungen sei "so klar wie der Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs". In den kommenden Jahrhunderten werde sich dieser Trend verschärfen. Jaeger regte zugleich an, den jetzt von der Europäischen Union erwogenen Katastrophenfonds in einen Klimafonds umzuwandeln und vorbeugende Maßnahmen daraus zu finanzieren.
Fischer erinnerte an die lange Debatte um die rot-grüne Energiewende. Allein durch Windkraft würden mittlerweile 10 000 Megawatt produziert, was der Leistung zweier Atomkraftwerke entspreche. Auch die Nutzung der Solarenergie sei mit dem 100 000-Dächer-Programm gut vorangekommen.
BEE-Präsident Lackmann wandte sich gegen den Vorwurf vor allem der FDP, erneuerbare Energien könnten immer nur ein Nischenprodukt sein und dürften aufgrund von Wettbewerbsgleichheit nicht länger subventioniert werden. Die Förderung solcher Programme sei "deutlich kostengünstiger als das Reparieren von Schäden", sagte Lackmann. Zudem dürfe angesichts der internationalen Konflikte, die sich zunehmend um den Zugang zu Ressourcen drehten, eine dezentrale Energieerzeugung nicht unterschätzt werden.
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Am 29. Aug. 2002 unter:
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« Estnische Kunst aus sowjetischen Lagern in einer Berliner Ausstelllung
Ver.di streikt gegen Bankarbeitgeber »

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