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Ver.di streikt gegen Bankarbeitgeber

Seit Frühjahr kein Tarifvertrag

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di will mit einer Verschärfung der Streiks im Bankgewerbe die Arbeitgeber zur baldigen Rückkehr an den Verhandlungstisch zwingen. Seit Frühjahr gibt es keinen Tarifvertrag für die rund 460 000 Bankangestellten. Die Bankarbeitgeber zahlen aber seit Juli 3,1 Prozent mehr Gehalt. "Mittlerweile muss man schon von einem brutalen Verhandlungsvorgehen der Arbeitgeber sprechen", sagte der für Finanzdienstleistungen zuständige Bereichsleiter im ver.di-Bundesvorstand, Uwe Foullong, am Donnerstag in Essen. Nach vielen Tarifabschlüssen in diesem Jahr sei allein das Bankgewerbe noch tariflos.

In drei Bundesländern werde am Donnerstag und Freitag gestreikt. Am Donnerstag waren allein in der Finanzmetropole Frankfurt etwa 5000 Streikteilnehmer zusammengekommen, in Essen waren es 4000 und in Berlin 2000, sagte ein ver.di-Sprecher. Die Gewerkschaft fordert eine deutliche Gehaltserhöhung wie in vergleichbaren Branchen, lehnt aber gleichzeitig die Vorbedingungen der Bankarbeitgeber ab, die über eine Absenkung der Gehälter in einigen Teilbereichen verhandeln wollen.

Foullong warnte die Arbeitgeber davor, ihre Verzögerungstaktik bis nach der Bundestagswahl auszudehnen, um bei einem Regierungswechsel möglicherweise bessere Karten zu haben. ver.di werde auch nach dem 22. September Vorbedingungen und Gehaltsabsenkungen auf betrieblicher Ebene nicht akzeptieren. Die hohe Streikbeteiligung zeige, dass der Unmut der Beschäftigten wachse. Am 19. September wird die große Tarifkommission von ver.di in Frankfurt am Main zusammenkommen, um über das weitere Vorgehen im Tarifkonflikt zu beraten.

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