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Umweltverbände enttäuscht von Johannesburg

EU in der Kritik

Deutsche Umweltverbände üben scharfe Kritik an den bisherigen Verhandlungen des Weltnachhaltigkeitsgipfels in Johannesburg. Kleinen Erfolgen stünden Blockaden in entscheidenden Punkten wie dem Ausbau erneuerbarer Energien entgegen, erklärten BUND, Deutscher Naturschutzring, NABU und WWF am Freitag in Johannesburg. Sie riefen die Staats- und Regierungschefs auf, den Durchbruch zu schaffen sowie einen konkreten und verbindlichen Umsetzungsplan für mehr Umweltschutz und zur Bekämpfung der Armut zu verabschieden.

Besonders die EU geriet in die Kritik der Verbände. Sie beharre wie die USA auf umwelt- wie entwicklungsschädlichen Subventionen ihrer Industrien, unter denen die Entwicklungsländer litten, argumentieren die Umweltschützer. Damit werde eine zukunftsfähige Entwicklung blockiert, hieß es in der gemeinsamen Erklärung. Die Globalisierung habe in Johannesburg noch "keine Konturen" bekommen.

Den USA und den OPEC-Ländern warfen die Verbände vor, jegliche Festlegung einer Zielgröße für erneuerbare Energien zu verhindern. Zudem müsse ein verbindliches Ziel zum Stopp des Verlustes der biologischen Vielfalt verankert werden. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) war am Vormittag mit der Leiterin der US-Delegation Paula Dobriansky zusammengekommen. Dabei sollte es auch um den Ausbau erneuerbarer Energien gehen. Die USA lehnen bislang die Festschreibung auf eine konkretes Ziel ab.

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