Protest gegen ESSO
"Prädikat: Besonders verantwortungslos"
"Es ist ein Skandal, wie sich ESSO gegen den Klimaschutz sperrt. Deswegen verleihen wir ESSO das Prädikat 'besonders verantwortungslos'", sagt Jörg Feddern, Ölexperte von Greenpeace. ESSO erwirtschaftet über 90 Prozent seiner Gewinne durch den Verkauf fossiler Energien wie Öl und Gas. Dadurch ist der Konzern wesentlich am bedrohlichen Klimawandel beteiligt. Greenpeace wirft ESSO zudem vor, systematisch alle internationalen Anstrengungen, die Klimaerwärmung in den Griff zu bekommen, zu untergraben. So trage der Konzern durch seine Lobbyarbeit maßgeblich dazu bei, dass sich US-Präsident George W. Bush bis heute weigert, das internationale Klimaschutzabkommen, das Kyoto-Protokoll, zu ratifizieren. "Es ist an der Zeit, dass globale Konzerne wie ESSO endlich auch globale Verantwortung übernehmen. Gewinnmaximierung darf nicht auf Kosten von Mensch und Natur gehen," sagt Feddern.
Ein weiteres Beispiel für die Verantwortungslosigkeit von ESSO sei das Verhalten des Konzerns beim Tankerunglück der 'Exxon Valdez' 1989. Die von einem US-Gericht auf ursprünglich 5 Milliarden US-Dollar festgesetzte Strafzahlung hat ESSO in langjährigen Prozessen immer wieder angegriffen. Das Verfahren läuft, der Konzern bietet den Betroffen 20 Millionen US-Dollar Entschädigung. Das sind 0,4 Prozent der eigentlichen Strafzahlung.
Greenpeace fordert Esso auf, in erneuerbare Energien zu investieren und so Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen. Auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg müssten Politiker im August dafür sorgen, dass künftig Großkonzerne länderübergreifend für ihre Umweltverbrechen zur Verantwortung gezogen werden können. Greenpeace-Kampagnen gegen die Konzernpolitik von Esso laufen zur Zeit weltweit.
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Am 05. Aug. 2002 unter:
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