Fahrzeugflotte wird auf 50 000 Autos verringert

Neues Kostenbewusstsein in der Bundeswehr

Die Bundeswehr gibt ihren olivgrünen Fuhrpark auf und steigt im Rahmen der Privatisierung von Teilbereichen der Streitkräfte auf Leasingfahrzeuge um. Die Zahl von rund 100 000 ungepanzerten Radfahrzeugen soll auf 50 000 reduziert und schrittweise durch neue Wagen ersetzt werden. Die Fahrzeugflotte der Streitkräfte wird künftig durch die im Juni gegründete "BwFuhrparkService GmbH" gemanagt. Sie wird bis Ende nächsten Jahres bundesweit 30 "Mobilitätscenter" einrichten, von denen die Bundeswehrstandorte benötigte Wagen anfordern können. In diesem Jahr sollen die ersten vierzehn Zentren ihren Betrieb aufnehmen.

Durch die Privatisierung erhofft sich die Bundeswehr in den nächsten zehn Jahren eine Haushaltsentlastung im Fahrzeugpark in einer Höhe von einer Milliarde Euro. Die "BwFuhrparkService GmbH" least künftig die von der Bundeswehr benötigten Autos, Lastwagen und Omnibusse. "Die Bundeswehr kauft nicht mehr wie bisher Autos, sondern ausschließlich Fahrleistungen, die der Truppe zur Verfügung gestellt werden", sagte der General. Kommandeure und Dienststellenleiter sollen dann selbst entscheiden, welche Fahrleistungen sie von den "Mobilitätscentern" gegen Bezahlung aus dem Fahrzeugpool abrufen. Grundlage für die Entscheidung zur Anforderung eines Fahrzeugs werden die Kosten pro Kilometer sein. Die Autos können gezielt eingesetzt werden und "vergammeln" nicht wie bislang durch "bloßes Rumstehen" in den Kasernen. Damit solle ein neues Kostenbewusstsein in die Truppe gebracht werden, sagte Kügler. Nach der Einführung "dezentraler Budgets" soll der jeweilige Kommandeur oder Dienststellenleiter das eingesparte Geld für andere Aufgaben verwenden können.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!