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"Hühnerbaron" Anton Pohlmann erneut angezeigt

"Tierquäler der Nation"

Der Deutsche Tierschutzbund hat bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg Strafanzeige gegen den als "Hühnerbaron" bekannten Anton Pohlmann gestellt. Ein Sprecher der Strafverfolgungsbehörde bestätigte den Eingang einer entsprechenden Anzeige. Pohlmann soll während seiner Bewährungszeit ständig gegen den Tierschutz verstoßen haben. Der Tierschutzbund könne das mit umfangreiche Dokumenten belegen, sagte dessen Präsident Wolfgang Apel in Bonn.

Der 63-jährige Pohlmann war 1996 vom Landgericht Oldenburg unter anderem wegen Tierquälerei zu zwei Jahren Haft auf Bewährung, 31 Millionen Mark Geldstrafe und einem lebenslangen Tierhalteverbot verurteilt worden. Seitdem machte der aus dem Landkreis Vechta stammende Unternehmer seine Geschäfte vornehmlich in den USA. Sein Konzern "Buckeye Egg" wuchs den Angaben zufolge zum größten Eierproduzenten der Vereinigten Staaten heran. Auch dort soll er nach Informationen des Tierschutzbundes mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein.

Pohlmann soll im Mai dieses Jahres seine Zelte in den USA abgebrochen haben, weil ihm auch die amerikanische Justiz auf den Fersen war. Verurteilungen und Schadenersatzansprüche wegen Gewässerverunreinigungen, illegaler Entsorgung von Hühnerkadavern und fehlender Baugenehmigungen gegen ihn hätten sich seit 1996 auf 24 Millionen Dollar summiert, sagte Apel.

Der "Tierquäler der Nation" verfüge bis heute über keinerlei Unrechtsbewusstsein, sagte Apel. Dem "unbelehrbaren Widerholungstäter" müsse endlich das Handwerk gelegt werden. Laut Tierschutzbund will Pohlmann in Tschechien und Ungarn "gigantische Legebatterien" für 1,8 Millionen Hühner errichten.

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