Internet-Boom bei Kindern
Trend zur Zwei-Klassen-Gesellschaft bei PC und Internet verstärkt sich
Dabei sind mit 39 % nun fast auch genauso viele Mädchen online wie Jungen (45 %). nBesorgnis erregend ist allerdings ein zunehmendes Bildungsgefälle beim Internetzugang der Kinder: Während nur 37 % der Kinder aus Haushalten mit formal niedrigerer Bildung (Volks-/Hauptschulabschluss) ins Internet gehen, sind es 52 % der Kinder aus Haushalten mit höherer Bildung (Abitur, Akademiker). Noch dramatischer erscheinen die Zahlen, wenn nur die Kinder berücksichtigt werden, die Zuhause und damit regel-mäßig surfen können: Hier liegt der Anteil der Online-Kids in den Familien mit höherem Bildungsniveau mit 49 % fast doppelt so hoch wie in den Familien mit niedrigerer Bildung (26 %).
Ähnliche Resultate zeigten sich beim Zugang der Kinder zum Computer in den eigenen vier Wänden. Auch hier gab es im letzten Jahr einen deutlichen Zuwachs um 21 % auf nun 68 % - und wieder sind Kinder aus Familien mit höherer Bildung deutlich im Vorteil: 84 % von ihnen können Zuhause einen PC nutzen, im Vergleich zu nur 57 % der Kinder aus Familien mit niedriger formaler Bildung.
"Der unterschiedliche Bildungsgrad wirkt sich natürlich auf das verfügbare Haushaltsbudget aus und führt so zu den gemessenen Unterschieden", meint dazu Axel Dammler, Geschäftsführer von iconkids & youth. "Außerdem arbeiten Menschen mit höherer Bildung oft selbst mit Computer und Internet und sehen deswegen auch eher die vielfältigen Möglichkeiten, die diese Medien den Kindern bieten."
An diesem gravierenden Startnachteil vieler Kinder im Bildungswettlauf wird sich leider so bald nichts ändern, denn die Schule kann derzeit nichts zur Chancengleichheit der Kinder beitragen: Nur 16 % der Kinder können in der Schule überhaupt einen Computer nutzen, und auch dies oft nur sehr sporadisch.
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Am 07. Aug. 2002 unter:
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